Homöopathie:

 

Diese Heilkunst wurde vor mehr als 200 Jahren vom dem Arzt, Chemiker und Apotheker Dr. Samuel Hahnemann entdeckt und entwickelt, beginnend mit seinem berühmten Chinarinden-Versuch.

Hahnemann war vielseitig interessiert, beherrschte sechs Sprachen und übersetzte viele Fachbücher seiner Zeit.

Als er 1790 im Alter von 35 Jahren das große englische Arzneiverzeichnis von Cullen ins Deutsche übertrug, stutzte er bei dem Eintrag zur Chinarinde, die seinerzeit mit Erfolg bei der Behandlung des Wechselfiebers (Malaria) benutzt wurde. Cullen schrieb dies der magenstärkenden Wirkung der Chinarinde zu.

Hahnemann, der die Malaria aus der Zeit seiner praktischen Ausbildung kannte, fand diese Erklärung nicht überzeugend.

Für einen Selbstversuch nahm er selbst mehrmals eine geringe Menge Chinarinde ein. Zu seinem Erstaunen bekam er jedesmal Symptome, die ihn an eine Malaria-Erkrankung erinnerten.

Dies führte ihn nach weiteren Versuchen auch mit anderen Substanzen zu der Erkenntnis: 

„Similia similibus curentur“

Ähnliches möge mit Ähnlichem geheilt werden

 

Er lehrte, dass eine homöopathische Arznei einen kranken Patienten kuriert, wenn eben diese Arznei bei einem Gesunden genau jene Krankheit auslösen würde.

Hahnemann schreibt in seinen Werken auch vom Prinzip der Lebenskraft im Menschen und davon, dass nur durch ihr Ungleichgewicht Krankheiten entstehen können. 

„Der Erreger ist nichts, das Milieu ist alles"

 

Bakterien und Viren herrschen nur dann vor, wenn im Körper das für sie passende Milieu herrscht.

Wenn sich in Ihrem Haus Mäuse tummeln würden, dann nur, weil es bei Ihnen genügend Futter gäbe (z.B. leicht erreichbare Vorräte) - das Milieu also „mäusegerecht” wäre.

Ob Ihr Haus Mäuseeingänge hätte, wäre unwichtig. Ihr Haus könnte viele Mäuseeingänge besitzen, doch würde sich dort keine einzige Maus blicken lassen, wenn keine leicht erreichbaren Vorräte (Getreide, Nüsse o. ä.) zu finden wären - den Nagern also das Milieu in Ihrem Haus nicht zusagen würde.

 

Hahnemann war davon überzeugt, dass durch die Homöopathie das Milieu verändert werden kann und diese Lebenskraft – die Selbstheilungskraft – aktiviert und gestärkt werden kann und dieser Überzeugung kann ich mich nur anschließen.

 

                               Quelle: Pixabay 

 

Da die Klassische Homöopathie eine individuelle Methode ist, kann eine Mittelwahl erst nach ausführlicher Befragung über Symptome und Gegebenheiten getroffen werden.

Im Gegensatz zur Schulmedizin geht es hier nicht vorrangig um Diagnosen, sondern um die individuellen Ausprägungen und Symptome im Rahmen eines bestimmten Krankheitsbildes.

 

Die Erstanamnese steht zu Beginn der homöopathischen Behandlung und dauert je nach Fall 1,5 bis 3 Stunden. 

Die Folge-Termine, oder auch Follow Up´s, werden alle 4-6 Wochen meist telefonisch geführt um den Verlauf der Therapie zu besprechen und dauern meist nicht länger als 20-30 min.

Um mich auf die Erstanamnese entsprechend vorzubereiten, benötige ich von jedem Patienten einen Fragebogen. Bitte fordern Sie den Fragebogen einfach bei mir an.

Für die Verordnung bei akuten Erkrankung sind oft 10-20 Minuten Befragung ausreichend.

 

Um den Menschen in seiner Gesamtheit zu begreifen und ihn in seinen Anliegen zu unterstützen, ist die Klassische Homöopathie ein wichtiger Meilenstein.